Rechtschutzstellen als Massnahme gegen eine Kultur der Gewalt

Ort: 

San Lucas und El Paraíso de Celén, Provinz Loja

Partnerorganisation: CASMH – Centro de Acción Social Matilde Hidalgo – Loja, ist der Vizepräfektin unterstellt und für die Umsetzung der Sozialpolitik der Provinzregierung verantwortlich. CASMH bringt viel Erfahrung aus Sozialprojekten mit, ist gut vernetzt und anerkannt.

Projektbeschrieb: In Ecuador wird dem Schutz von Kindern und Jugendlichen seit einigen Jahren mehr Gewicht zuteil. Sind jedoch rechtliche Schutzbestimmungen vor Ort nicht bekannt, werden sie nicht umgesetzt. Gerade in ländlich geprägten Gemeinden besteht grosser Bedarf an Aufklärung. Das Projekt von CASMH ist auf die spezifischen Bedürfnisse und Gegebenheiten von indigenen Gemeinschaften angepasst.

Mit dem Einbinden der Bevölkerung und der lokalen Institutionen wird sichergestellt, dass die vor Ort akuten Probleme adressiert werden. Eltern, Familienangehörige, Lehrpersonen, Ärzte, Krankenschwestern, Sozialarbeitende, Nachbarn, Busfahrer, Journalisten, etc. sind aufgerufen, Rechtsverletzungen zu verhindern. Die Gesetze zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sind in den abgelegenen, schlecht erschlossenen Gemeinschaften noch zu wenig verankert und bewusst. Das Projekt setzt da an: Die Rechte der Kinder und Jugendlichen bekannt machen, im Alltag leben, auf Verletzungen hinweisen, Alternativen aufzeigen, aber auch Verstösse ahnden; letztendlich soll ein Umdenken stattfinden.

Lokale Autoritäten und Organisationen werden eingebunden. Die Probleme der jeweiligen Gemeinschaft werden mit den Betroffenen erfasst, die Gemeinschaft wird für die Rechte der Kinder und Jugendlichen sensibilisiert, und gemeinsam wird ein Vorgehensplan erarbeitet. Danach priorisiert die Gemeinschaft die zu bearbeitenden Themen und erstellt einen Arbeitsplan. Im Verlauf der Arbeiten werden Statuten verabschiedet, Rechtsschützer gewählt und vereidigt. Diese sorgen anschliessend dafür, dass die Rechte der Kinder und Jugendlichen in den Gemeinschaften respektiert werden, dass bei Rechtsverletzungen Gespräche stattfinden und – wenn keine Einsicht vorhanden ist – eine Verzeigung erfolgt.

Beitrag apia: apia finanziert die Gehälter von zwei Promotorinnen.

Projektverantwortliche: Ruth Oberli Rossbacher

Weitere Infos: Factsheet CASMH

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